Löffelmeter meets Eike Mattukat

Während der, für die Gastronomie und auch für uns einschneidenden Corona-Maßnahmen, haben wir endlich mal wieder die Zeit gefunden, uns mit einem echten Heidelberger Original zu treffen, um uns mit ihm über Essen, Genuss, Leidenschaft und die aktuell schwierigen Zeiten zu unterhalten. Seit über 30 Jahren hat sich Eike Mattukat mit voller Hingabe hochwertigem Mobiliar verschrieben. Und das mit Herz, Leib und Seele. Der Inhaber des Handschuhsheimer „Bett und Couch“ plauschte mit uns, natürlich auf Sicherheitsabstand, über den inhabergeführten Einzelhandel und seine absoluten Lieblings-Gastronomien der Region. Der Einzelhandelskaufmann mit riesigem Herz, Nickelbrille und wuscheligem Haar lebt wirklich für das, was er tut. Daher kann er wohl auch so gut nachfühlen, wie es vielen Gastronomen geht, die gerade um ihre Existenzen bangen oder sehr kreative Konzepte aus dem Hut zaubern müssen, um diese schwierige Zeit voller Auflagen und Einbußen überstehen zu können.

Ähnlich wie all die bezaubernden Wirtinnen und Wirte lebt auch sein liebevoll eingerichtetes Geschäft in einem ehemalige Getränke-Fachmarkt in der Kriegsstraße vom engen Kontakt zu Menschen. Den das ist es, was er in erster Linie in seinen Kunden sieht. Er nimmt sich unendlich viel Zeit für persönliche Beratung, liefert selbst aus und hat stets ein offenes Ohr für alle nur erdenklichen Fragen. Und dieses Talent wurde ihm quasi in die Wiege gelegt.

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist thumbnail-4-1.jpegEike: „Meine

Mutter hatte eine Drogerie. Ich bin also quasi zwischen Kisten und Kästen aufgewachsen. Dass ich in den Einzelhandel gehen würde, stand für mich irgendwie fest. Wären es keine Möbel geworden, dann wohl Klamotten. Auch wenn man mir das jetzt so Style-technisch nicht ansieht.“

Wir finden, allein beim Anblick seiner tollen Stücke, das Möbel eine goldrichtige Entscheidung waren.

Eike: „Ähnlich wie der Löffelmeter, der sich besonders für kleine und besondere Gastronomien der Region begeistert, habe ich eine sehr kleine Kollektion, die dafür aber in die Tiefe geht. Meine Hersteller sind handverlesen, ich arbeite eng mit ihnen zusammen. Alles, was ich verkaufe, muss zu hundert Prozent meinen Qualitätsansprüchen genügen. So wie ihr nichts esst, was euch nicht schmeckt, stelle ich mir nichts in den Laden, das ich mir nicht auch in mein eigenes Wohnzimmer stellen würde. Und so wie ein Weinhändler die Winzer seiner edlen Tropfen kennt, kenne ich meine Hersteller. Das Schönste an meinem Beruf ist, dass ich unterschiedlichste Menschen kennen und schätzen lerne. Und die bewusste Umkehr zu Qualität und Nachhaltigkeit.“

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Kein leichtes Unterfangen, gerade zu Zeiten von ebay, Amazon und anderer Möbel-Portale im Netz, bei denen ein Knaller-Angebot das nächste jagt. Ganz klar, dass ihn auch die Corona-bedingte Schließung seines bunten Ladens schlaflose Nächte gekostet hat. Neue Ware anschaffen ist erst Mal nicht mehr drin, über Wasser halten kann Eikes ich im Moment durch seinen Online-Shop, staatliche Unterstützung und die Paket-Station, die er in sein Geschäft integriert hat.

Ganz klar, dass wir natürlich auch von Eike, für den Qualität und Regionalität eine so große Rolle spielen, wissen wollten, was bei ihm Zuhause auf dem Teller landet, und wo er am allerliebsten Essen geht. Gerade die Frage nach seinem Lieblingsessen, hat uns erstaunt.

Eike: „Ich bin Foodist und liebe alles! Aber ganz besonders Frischkorn-Müsli. Dazu schrote ich selbst mein Korn, weiche es in Wasser ein. Das ist ein bisschen so wie Bircher-Müsli. Nur, dass ich es nicht mit Milch esse, sondern mit geschlagener oder flüssiger Sahne! Dazu kommen noch alle möglichen Früchte, oder worauf ich gerade Lust habe. Das schmeckt dann wie eine süße Buddha-Bowl. Mega!“

Und wo geht der Pferde und Hunde-Narr am Liebesten essen, wenn er nicht im heimischen Baiertal Getreide schrotet?

Eike: „Einer meiner absoluten Favouriten ist das „Hase im Mond“ in Bammental. Ich esse meist vegetarisch und freue mich natürlich über das immer breiter gefächerte Angebot. Was aber Guna hier zaubert ist wirklich Soul-Food, auch wenn sich das beknackt anhört. Immer mittwochs, wenn ich frei habe, gehe ich vorbei, denn ich mag wirklich alles, was er kocht. Sein Leben fließt direkt in seine Küche! (Anmerkung Löffelmeter: Guna war buddhistischer Mönch wuchs von klein auf in einem Kloster in Sri Lanka auf). Gastronomie steht und fällt mit dem Protagonisten.“

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Eike, der von sich selbst sagt, er brauche von Frühjahr bis Herbst kein Fleisch, isst dafür im Winter gerne auch mal ein Steak – und das dann bitte blutig.

In den wärmeren Monaten zieht es den Teilzeit-Vegetarier dann natürlich auch immer wieder ins „Red“ in der Weststadt und des Ambientes wegen in einen ganz besonderen Familienbetrieb in Tairnbach.

Eike: „Ich liebe das Red seiner unendlichen Vielfalt wegen, und das auch, obwohl ich kein klassischer Buffet-Gänger bin. Hier ist das etwas komplett anderes, denn die Qualität der einzelnen verarbeiteten Produkte ist genial – und das schmeckt man auch. Toll finde ich, den mediterranen Touch in den Speisen. Ich bin großer Fan von Vorspeisen aus dem Mittelmeerbereich – manchmal brauche ich dann gar nichts anderes mehr. Schade nur, dass das Ambiente im Red tatsächlich ein bisschen schöner sein könnte. Zum Abends fein essen gehen, leider eher unpassend. Wenn es ums Ambiente geht, spielt für mich die Blaue Ente in Tairnbach ganz weit vorne mit. Dieser kleine italienische Familienbetrieb ist schon ein echter Geheimtipp. (Anmerkung Löffelmeter: liebevolle, überbordend dekorierte Scheune). Ein Besuch in der Ente ist ein echtes Allround-Erlebnis – vom Service bis zur Küche. Und das alles mit einem echt guten Preis-Leistungs-Verhältnis, hier stimmt einfach irgendwie alles und ist so gar nicht versnobbt. Auf dem Weg dahin habe ich sogar um die Hand meiner Frau angehalten. Aber das ist lange her…“

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