NaTna Buna

Dass im Herzen des ehemals verschlafenen Rohrbachs gastronomisch so einiges passiert, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Bewohner des idyllischen und immer hipper werdenden Stadtteils erfreuen sich mittlerweile an unzähligen, internationalen Restaurants, Bars, Eisdielen, und Delis in Laufweite. Auch wenn die vormals sehr beliebte „RorBar“ von vielen Anwohnern noch schmerzlich vermisst wird, ist das, was Natalie, die gegenüber bereits mit ihrer Familie seit vielen Jahren die „Maske Afrikas“ mehr als erfolgreich betreibt, eine echte Bereicherung. Eine weitere für einen Stadtteil, der lebt wie kaum ein anderer.

Seit einem knappen halben Jahr begrüßt die sehr herzliche und äußerts charmante Vollblut-Gastronomin ihre Gäste mit moderner, afrikanischer Küche. Um genau zu sein mit eritreischen Köstlichkeiten mit äthiopischen und sogar karibischen Einflüssen. Einmal im Monat dürfen sich ihre Gäste bei einem ausgiebigen Sonntagsbrunch mit Sektempfang und traditioneller Kaffee-Zeremonie (29,50 €/Person) ein besonders tolles und eindrucksvolles Bild dieses kulinarischen Cross-Over-Konzepts machen.

Die zentrale Theke versprüht mit Strohdach und wundervoller Deko gleich heimeligen Flair

Wir hatten kürzlich das Vergnügen und sind noch immer mehr als geflasht. Sogar für Menschen, die den Buffet-Gedanken nicht so sehr feiern, ist dieses kleine Event auf allen Ebenen ein Genuss. Der kleine liebevoll umgestaltete Gastraum allein ist schon ein Highlight. Natalie selbst hat währen der Umbauphase Wände gestrichen, renoviert und getüfftelt. Das Ergebnis ist eine Mischung aus Strohütte, authentischem Hochland-Wohnzimmer und kuschelig, duftiger Behaglichkeit. Das reich gedeckte Buffet dürfte für wirklich jeden Geschmack etwas bieten, dass man so im Stadtgebiet wahrscheinlich nicht bekommt.

Ein Buffet, wie man es sich wünscht: abwechslungsreich, vielseitig, exotisch und alles hausgemacht

Wunderschöne Schüsseln mit großartigen Salaten, Dips, Eintöpfen und diversen warmen Speisen reihen sich auf dem großen Buffet aneinander. Es duftet nach Gewürz-Butter, Koriander, Chili, Ingwer, Piment, Kokos, Berbere, einer afrikanischen Gewürzmischung und vor allem ganz viel Liebe. In den üppig gefüllten Brotkörben findet sich natürlich auch das hausgemachte „Injera“, ein Sauerteig-Fladenbrot, dass ein bisschen nach luftigem Pfannkuchen aussieht und traditionell als „Besteck“ dient. Es eignet sich perfekt, um die Vielzahl an unterschiedlichen Köstlichkeiten unterschiedlichster Konsistenzen damit zu greifen und zu genießen. Alles ist perfekt abgeschmeckt, schmeckt nach und überrascht, ohne zu überfordern. Toll. Gegen die allgemein vorherrschende Meinung ist diese afrikanische Küche weniger fleischlastig als erwartet – gut 80 Prozent des gesamten Buffets sind vegetarisch oder vegan.

Auch für Vegetarier und Veganer ist dieses Buffet ein absolutes Muss
Frittierter Auberginensalat, Kichererbsen-Mus, Kartoffelsalat, buttriges (selbst gemachte vegane Butter!) Gemüse, Teigtaschen mit Hähnchen, würziges Rindfleisch, Thunfischsalat, Injera…Alles grandios!

Alles in allem ist ein sonntäglicher Besuch im NaTna Buna ein echtes, Vormittag füllendes Fest für die Sinne. Schön ist auch, dass Natalie die wenigen Tische, die es in dem kleinen, lauschigen Kleinod gibt, nicht doppelt vergibt. Von 11 bis 15 Uhr darf man in Ruhe sitzen, zwischendrin ein wenig spazieren gehen, wiederkommen, weiter probieren und sich entspannen. Auf keinen Fall sollte man sich aber der traditionelle Kaffee-Zeremonie entgehen lassen, zu der Natalie in schönem Gewand einlädt. Es ist toll, ihr dabei zuzusehen, wie sie die Bohnen bei Weihrauchduft und passender Musik per Hand über „Feuer“ röstet, in der bauchigen Kanne aufkocht und schließlich am Tisch serviert. Kaffee ist eben nicht gleich Kaffee.

Die Kaffeezeremonie hält Natalie in traditionellem Gewand mitten im Raum von NaTna Buna ab

Und dass eben dieser eine große Rolle im NaTna Buna spielt, könnte man auch aus dem Namen des entzückenden kleinen Restaurants schließen – einer Kombination aus der Übersetzung „Unser Kaffee“ und dem Namen der äußerst attraktiven Inhaberin. Die Schreibweise ist allerdings eine Kombination aus eritreisch und äthiopisch. Hinsichtlich des langen Bürgerkriegs dieser beiden Nationen ist auch das, neben den Köstlichkeiten beider Länder, ein schönes Zeichen der Völkerverständigung.

Popcorn darf bei eritreischem Kaffee nicht fehlen

Unter der Woche hat das NaTna Buna mit kleinerer Frühstücks- und Mittagskarte bis 17:00 Uhr geöffnet. Aber auch hier plant die umtriebige Gastronomien künftig auch abendliche Events mit Wein-Verkostung. Wir sind gespannt und empfehlen einen Besuch bei Natalie aufs Wärmste!

FAZIT: Moderne, afrikanische Cross-Over Küche mit viel Liebe zum Detail, feinen geschmacklichen Verführungen und jeder Menge entspannter Gemütlichkeit.

Auszug aus der Karte: Frühstück- und Brunch-Gerichte zwischen 8,50 € + 13,50 €, gemischte Platte für zwei Personen inklusive Sekt o. Orangensaft 23,90 €. Espresso 2,40 €, Kaffee 2,90 €, Matcha Latte 6,40 €Tee ab 3,60 €, All you can eat-Buffet 29,50 €/Person

Rathausstraße 54, 69126 Heidelberg, 0176-55651077 o. 0152-3511065

Öffnungszeiten: Di. – So. 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr. Mo. + Mi.: Ruhetag

https://www.instagram.com/natna_buna/

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